Neurodegenerative Erkrankungen sind häufiger werdende Begleiterscheinungen des Alterns.

Entwicklung neuer bildbasierter Biomarker

Bildbasierte Biomarker spielen in klinischen Studien, die die Wirksamkeit von neuen Medikamenten prüfen, eine immer größer werdende Rolle. Zudem bieten sie die Möglichkeit einer Prognose im individuellen Fall.

In den vergangenen Jahren wurden einige neue bildbasierte Biomarker für das Gehirn entdeckt, die im Zusammenhang mit neurologischen und/oder psychiatrischen Erkrankung stehen. Dazu hat man Gruppen von Patienten, die an einer bestimmten Erkrankung leiden, mit Kollektiven von gesunden Probanden verglichen. Aus diesen Vergleichen konnte man mittels statistischer Analyse Unterscheidungsmerkmale (oder Marker) herausarbeiten.

Ziel ist, diese neuen Marker so weiter zu entwickeln, dass sie für die Beurteilung des Einzelfalls zuverlässig und sicher in der klinischen Routine eingesetzt werden können. Ein weiteres Ziel ist, Qualitätsstandards zu schaffen, die eine Anwendung der Analyse auf Bildern von unterschiedlichen Bildgebungssystemen sicher stellen.

Dazu müssen Akquisitionsprotokolle entwickelt und harmonisiert, Bildqualitätsmaße definiert, Normkollektive aufgebaut und charakterisiert, und letztendlich klinische Studien durchgeführt werden, in denen die Stabilität und die Robustheit der Analyse für die routinemäßige klinische Anwendung nachgewiesen wird.

Erst durch diesen Prozeß kann letzentlich garantiert werden, dass bildbasierte Biomarker mit der gleichen Genauigkeit und Präzision jederzeit und überall zur Verfügung stehen.

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Januar 2012