Neurodegenerative Erkrankungen sind häufiger werdende Begleiterscheinungen des Alterns.

Pressemitteilungen

Presseinformation vom 10. Januar 2012

Neues Verfahren zur frühen Alzheimer-Diagnose

Weltweit erstes klinisches Referenzzentrum für automatisierte Hippokampusvolumetrie nimmt an der Uniklinik in Frankfurt den Routinebetrieb auf

Frankfurt am Main – Die Alzheimer-Erkrankung zu diagnostizieren ist äußerst schwierig, da die typischen Symptome, wie Gedächtnisverlust, Orientierungsschwierigkeiten oder Konzentrationsstörungen auch andere Krankheitsursachen haben können, etwa Gefäßerkrankungen, einen Hirntumor, Vitaminmangel oder eine Depression. Daher wird die Alzheimer-Erkrankung oft erst in einem späten Stadium festgestellt, wenn die Symptome schon weit fortgeschritten und die therapeutischen Möglichkeiten begrenzt sind.

Eine Chance, die Erkrankung frühzeitig zu diagnostizieren, bieten die Alzheimer-typischen Schädigungen der Zellen im Gehirn. Als Folge schrumpft das Hirn mit zunehmendem Alter deutlich schneller als bei gesunden Menschen. Der Hippokampus – die Hirnregion, die neue Informationen in das Langzeitgedächtnis überträgt – ist sehr früh betroffen. Zwar lässt sich die Schrumpfung des Gehirns mit Hilfe der Magnetresonanztomografie (MRT) bildgebend erfassen, doch sind die damit verbundenen Veränderungen mit dem „bloßen Auge“ auf den MRT-Aufnahmen erst in einem späten Stadium erkennbar.

Neue Computeralgorithmen sind nun in der Lage, das Volumen und die Verteilung der Hirnsubstanz auf der Basis der MRT-Daten präzise zu vermessen. Von besonderem Interesse für die Alzheimer-Diagnose ist die Vermessung des Hippokampus, bei dem schon kleinste Volumenveränderungen auf einen zeitnahen Beginn des Demenzstadiums hindeuten. Die Analyse ist technisch aufwendig und erfordert viel Anwendungswissen. Daher wird sie bisher weltweit nur in einigen Forschungszentren und lediglich im Rahmen von wissenschaftlichen Studien eingesetzt. Eine Anwendung in der allgemeinen Versorgung der Patienten war bislang nicht möglich.

Um diesen Versorgungsengpass zu beseitigen, wurde an der Uniklinik in Frankfurt das erste klinische Referenzzentrum für automatisierte Hippokampusvolumetrie zur Neurodegenerations-, Alzheimer- und Demenzdiagnostik gegründet, das nun nach einer einjährigen Pilotphase den Routinebetrieb aufnimmt. Dazu arbeiten Ärzte der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie unter der Leitung des international renommierten Alzheimer-Forschers Professor Dr. Harald Hampel und das Institut für Neuroradiologie von Prof. Friedhelm Zanella mit einem auf Hirnvolumenvermessung spezialisierten Zentrallabor, der Jung Diagnostics aus Hamburg, zusammen. Hierbei kommt ein computergestütztes Verfahren zum Einsatz, das eine automatisierte Bestimmung des Hippokampusvolumens auf Basis der MRT-Daten ermöglicht. Das Verfahren ist bereits als Medizinprodukt zugelassen.

„Durch den Betrieb eines spezialisierten Referenzzentrums erhoffen wir uns eine weitere Steigerung unserer Diagnosequalität gerade im Frühstadium der Alzheimer-Erkrankung“, sagt Prof. Harald Hampel, der dieses Projekt initiiert hat und es als Projektleiter koordiniert. In Zukunft könnten durch die Zusammenarbeit der Klinik mit der Firma Jung diagnostics deutlich mehr Patienten von einer frühen Diagnose und damit verbesserten Therapiemöglichkeiten profitieren.

Pressetext als DOWNLOAD

Hintergrundinformation als DOWNLOAD

Grafik (300 dpi) - DOWNLOAD für vertikale Anordnung -

Grafik (300 dpi) - DOWNLOAD für horizontale Anordnung -

.

Presseinformation vom 11. Mai 2011

Alzheimer-Erkrankung lässt sich frühzeitig diagnostizieren

Gedächtnisstörungen können viele Ursachen haben

Hamburg – Vergesslichkeit, Orientierungslosigkeit, Sprachfindungsstörungen und schließlich völliger Verlust all dessen, was einen Menschen ausmacht: Viele Menschen haben große Angst, in ihren letzten Lebensjahren an der Alzheimerschen Erkrankung zu leiden. Doch nicht jede Gedächtnisstörung ist Anzeichen dieser furchtbaren Krankheit. Oft sind nur Stress, falsche Ernährung, Alkohol oder Gefäßerkrankungen die Ursache. In vielen Fällen erreichen die Patienten wieder die ursprüngliche geistige Leistungsfähigkeit, wenn die Ursachen beseitigt sind.

Mit einem neuen Verfahren lässt sich nun feststellen, ob ein Mensch an Alzheimer erkrankt ist oder ob er innerhalb einiger Jahre mit einer Erkrankung rechnen muss. Dabei wird das Gehirn des Patienten mit Hilfe der Kernspintomographie abgebildet, die ohne schädigende Strahlen auskommt. Die Mediziner interessieren sich vor allem für den Hippokampus, den Teil des Gehirns, der bei einer Alzheimer-Erkrankung zuerst geschädigt wird. Er überführt Gedächtnisinhalte aus dem Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis. Bei einer Schädigung leidet der Patient an starker Vergesslichkeit und ist räumlich und zeitlich nicht mehr voll orientiert.

Mit Hilfe der Kernspintomographie lassen sich Veränderungen im Hippokampus bereits erkennen, lange bevor Symptome wie Gedächtnisschwäche wahrnehmbar sind. Kann das Verfahren keine Schädigung des Hippokampus feststellen, liegt mit über 90iger Sicherheit keine Alzheimer-Erkrankung vor. Aber auch eine frühe Diagnose der Erkrankung ist für den Patienten von Vorteil: Denn Medikamente können den Verlauf der Krankheit deutlich länger verzögern, als wenn die Krankheit in einem späteren Stadium erkannt wird.

Alzheimer-Untersuchungen bieten einige Vorsorgezentren in Deutschland an (www.alzheimer-vorsorge.de/zentren).

Pressetext als Download

.

Presseinformation vom 18. Januar 2011

Ein neuer elektronischer Datendienst verbessert die Behandlungsqualität und spart Kosten

Hamburg – Skalio und BBS medical services (nun jung diagnostics) stellen einen neuen elektronischen Datendienst (www.medizinischer-datendienst.de) vor, der das sichere Versenden und Empfangen von Patientendaten nun kinderleicht macht.

"Für die Ärzte lassen sich damit Zeitaufwand und Kosten durch schnellere Informationen und effizientere Praxisabläufe reduzieren. Der Patient profitiert von einer gesteigerten Behandlungsqualität und kürzeren Wartezeiten", sagt Dr. Lothar Spies, Geschäftsführer von BBS medical services GmbH.

Der Geschäftsführer der Skalio GmbH, Thomas Verbeek, ergänzt: „Der Dienst erfüllt alle datenschutzrechtlichen Anforderungen an die Übermittlung personenbezogener Daten. Er ist nach einmaliger Registrierung sofort nutzbar und kommt ohne jegliche Software- oder Hardwareinstallation aus. Es wird lediglich ein internetfähiger Rechner mit einem installierten E-Mail-Client benötigt.“ Die beiden Firmen haben sich in einem Joint-Venture zusammen getan, um eine auf die Bedürfnisse der Ärzte zugeschnittene Lösung anbieten zu können.

Die Bedienung ist bewusst an das E-Mail-Prinzip angelehnt, daher ist eine Einarbeitung in der Regel nicht notwendig. Der Versand und Empfang von Datenmengen bis zu mehreren hundert Gigabyte, wie sie z.B. bei großen Serien von radiologischen Bilddaten anfallen können, ist problemlos möglich.

Mehr Informationen zum Medizinischen Datendienst finden Sie unter: www.medizinischer-datendienst.de

jung diagnostics GmbH

Gebäude N-26 (UKE Campus)
Martinistrasse 52
20251 Hamburg

T: +49 (0) 40 / 33 98 60-33
F: +49 (0) 40 / 33 98 60-34

info [at] jung-diagnostics [dot] com
www.jung-diagnostics.com

© jung diagnostics GmbH
Januar 2012